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Forderungsmanagement
Inkasso für klamme Kassen
Inkasso für klamme Kassen
Kommunen, die ihre Außenstände mangels Zeit, Personal oder Inkasso Know-how nicht konsequent bei ihren Schuldnern
einfordern, verzichten auf viel Geld. In Zeiten klammer kommunaler Haushalte ist das nicht zu rechtfertigen.
Spezialisierte Inkasso-Dienstleister können mit professionellem Forderungsmanagement dazu beitragen, die Verluste zu
reduzieren.
Mit der Umstellung von Kameralistik auf die doppelte Buchführung in Konten (Doppik) in den öffentlichen Haushalten
kommen die tatsächlichen Vermögensverhältnisse ans Tageslicht. Neben Rückstellungen für Pensionszahlungen oder Kosten
für Abschreibungen werden durch die Doppik erstmals auch Vermögenswerte wie zum Beispiel Außenstände erfasst. Diese
Außenstände werden bislang in vielen Fällen nicht effektiv genug realisiert. Das betriebswirtschaftlich optimierte
Forderungsmanagement durch spezialisierte Dienstleister stellt für Kreise und Gemeinden eine Möglichkeit dar, die
Haushaltssituation punktuell zu verbessern.
Der Einsatz professioneller Inkasso-Dienstleister bietet Kommunen mehrere Vorteile:
- Rationelle und sichere Arbeitsabläufe durch die moderne Informations- und Inkasso-Technologie der Dienstleister,
gerade bei hohem Mahnaufkommen und einer Vielzahl von Forderungen
- Effektivitätssteigerung durch professionelles Forderungsmanagement
- Entlastung der Gemeindekassen gemäß den Haushaltsgrundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit
- Steigerung der Erfolgsquote durch spezialisierte Inkasso-Mitarbeiter und zusätzliche Informationen aus Datenbanken
mit Konsumenten-Informationen
- Kostenreduzierung durch erfolgsorientierte Vergütung
- Entlastung der im kommunalen Beitreibungswesen tätigen Mitarbeiter von Routineaufgaben
Rechtssicherheit ist gegeben
Rechtliche Einwände stehen dem Einsatz professioneller Dienstleister nicht im Wege, weil die Erbringung von
Inkasso-Dienstleistungen für Kommunen nach den jeweiligen Gemeindeordnungen zulässig ist. Auch Creditreform ist schon
seit längerem als Partner der öffentlichen Hand aktiv und zieht erfolgreich offene Forderungen ein. Wichtig ist die
Unterscheidung zwischen zivilrechtlichen Forderungen und öffentlich-rechtlichen Forderungen. Im Bereich
zivilrechtlicher Ansprüche, etwa einer Stadtwerke GmbH oder Forderungen aus den Bereichen der öffentlichen
Daseinsvorsorge wie Gas, Wasser und Abwasser, unterscheidet sich die Inkasso-Tätigkeit für den Dienstleister nicht vom
Forderungseinzug in der freien Wirtschaft. Anders verhält es sich bei öffentlich-rechtlichen Forderungen. Hier sind
Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ausschließlich den Kommunen vorbehalten, weil private Unternehmen keinen hoheitlichen
Zwang ausüben dürfen. In Fällen öffentlich-rechtlicher Forderungen kann ein privater Inkasso-Dienstleister daher nur
als so genannter Verwaltungshelfer tätig werden. Im Rahmen dieser unterstützenden Tätigkeit können Dienstleistungen wie
Anschriftenermittlung, Langzeitüberwachung der Vermögensverhältnisse, schriftliches und telefonisches Mahnen und die
Weiterleitung überwiesener Gelder erbracht werden. Werden zusätzlich Zwangsvollstreckungsmaßnahmen erforderlich, wird
der Vorgang zurück an die Kommune gegeben.
Stark in der Region
Angesichts der je nach Bundesland und Region unterschiedlichen kommunalen Voraussetzungen erfordert das
Forderungsmanagement für die öffentliche Hand viel Sach- und Detailkenntnisse. Creditreform profitiert dabei durch
seine dezentrale Struktur mit bundesweit 130 Geschäftsstellen. Dadurch sind die Inkasso-Mitarbeiter der einzelnen
Geschäftsstellen mit den jeweiligen kommunalen Gegebenheiten vertraut und können mit ihrem Forderungsmanagement zur
Konsolidierung der kommunalen Haushalte beitragen. Die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen ist in jeder Phase
gewährleistet. Dazu können die beteiligten Inkasso-Mitarbeiter auf Wunsch der Kommune zusätzlich auch persönliche
Datenschutzerklärungen unterschreiben.
Zum Autor:
Volker Ulbricht ist Geschäftsführer des Verbandes der Vereine Creditreform e. V. Er ist unter anderem für das
Geschäftsfeld Inkasso verantwortlich.
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